Evangelische Grundschule Magdeburg

In diesem Sommer wird erneut eine kleine Gruppe Magdeburger eine Reise nach Njombe machen, Gabriele Herbst (Pfarrerin i. R.) und der Volksstimme-Journalisten Robert Richter sowie Anja und Patrick Leiß. Die Reise dient vor allem dazu, die 15 Jahre gelebte und gestaltete Partnerschaftsarbeit zwischen Christen in Magdeburg und Njombe zu evaluieren, zu dokumentieren und den weiteren Weg für die Zukunft abzustecken.
Hier ein kleiner Überblick über das, was sich die Gruppe an Aufgaben vorgenommen hat:

  • Schulgeldprojekt: Betreuung und Ausbau des langjährigen Projekts in Njombe (z.Zt. wird für 90 Schüler durch Patenschaften aus Magdeburg das Schulgeld gespendet); Interviews mit Schülern, die durch das Projekt Ausbildungen beenden konnten.
  • Kindergartenprojekt: der durch Spenden (mit einem großen Anteil der Evangelischen Grundschule Magdeburg) erbaute Kindergarten soll weiter unterstützt werden. Wie kann das Kindergartenprojekt und das Schulprojekt sinnvoll vernetzt werden ?
  • Austausch über die Arbeit in Kindergarten und Grundschule (Unterrichtsangebote und Briefpartnerschaften zwischen Kindern in Magdeburg und Njombe)
  • Erweiterung des Textilprojekts mit Frauen in Njombe (Aktion Weltkleider!) durch die Herstellung künstlerischer Stoffe und die Anfertigung von hier verkaufbarer Kleidung, um den meist verwitweten oder alleinlebenden Frauen eine Fortführung zur Existenzsicherung anzubieten
  • Agrarprojekt: Welche Wirkung haben die aus Spenden erworbenen Nutztiere (Kühe, Hühner) für arme Familien in der Partnergemeinde ,und welche weitere Hilfe zur Selbsthilfe ist in der Selbstversorgung nötig?
  • Zufinanzierung in einen kleinen Gesundheitsfond für alte kirchliche Mitarbeiter.
  • Wie können pensionierte Mitarbeiter unterstützt werden, damit sie im Alter überhaupt überlebensfähig sind? Wie kann diese Aufgabe dort von ebenfalls pensionierten Menschen in Magdeburg und Umgebung besser unterstützt werden?


Jetzt aber steht bei uns erst einmal am 22. April wieder der diesjährige Sponsorenlauf auf dem Programm, dessen Erlös wie schon in den vergangenen Jahren zu einem guten Teil dem Projekt "Education is a key of life" und hier vor allem unserem Partnerkindergarten in Njombe zugutekommen wird.

Bischof Lukilo und sein Assistent, Isaya Mengele, besuchten vom 2. 11. bis zum 5. 11. die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM). Dieser Besuch war ein kurzer Abstecher der beiden kirchlichen Repräsentanten aus dem südlichen Tansania in Sachsen-Anhalt . Die längste Zeit ihrer Besuchsreise in Deutschland verbringen sie in Bayern, wo sie Gemeinden und Institutionen besuchen und bei einer Konferenz über die derzeitige Situation des afrikanischen Kontinents referieren werden, auch über ihre Partnerschaftskontakte zur EKM, zum Beispiel zur Partnerschaftsgruppe der Evangelischen Hoffnungsgemeinde und der Evangelischen Grundschule , die seit vielen Jahren mit dem Projekt "education ist the key of life" nachhaltig in Tansania engagiert ist. In der EKM gab es Besuche beim Lothar Kreyssig Zentrum, in Wittenberg, im Kirchenkreis Egeln und in der Hoffnungsgemeinde. Dort trafen die Bischöfe auf die LeiterInnen der Partnerschaftarbeit und verbrachten gemeinsam einen höchst interessanten und informativen Abend unter Freunden. Es ist schon bemerkenswert zu hören, wenn ein Bischof erzählt, dass seine Frau noch mit offenem Feuer kocht, und er für seinen Ruhestand durch Arbeit auf Maisfeldern oder durch Hühnerzucht vorsorgen muss. Du verstehst den Fremden besser, wenn Du versuchst, einen Tag lang in seinen Schuhen zu laufen, heisst ein Sprichwort. Wir deutschen BegleiterInnen merkten, dass Sprichwörter oft weiser sind als wir selbst.

Die Gäste waren übrigens im Magdeburger Hotel "Ratswaage" liebevoll untergebracht, das ihren Besuch mit einer großzügigen Geldspende unterstützte.